Sicherheitshinweise für Senioren

Senioren fühlen sich häufig einsam und nehmen jede Hilfe und auch Abwechslung im Alltag insbesondere vor der eigenen Wohnungstür dankbar an. Umso schlimmer ist dann und bei den Betroffenen die Scham und Selbstzweifel nicht selten groß, wenn sie feststellen müssen, dass der freundliche junge Mann von der Telekom, mit dem man doch so nett geplaudert hat, nicht von der Telekom war und sie (ggf. sogar zum wiederholten Male) Opfer einer Betrugsmasche geworden sind. Trotzdessen, dass in den letzten Jahren auch seitens der Polizei viel Aufklärungsarbeit geleistet wurde, werden Senioren nach wie vor Opfer von betrügerischen Machenschaften: Ob Enkeltrick, falscher Polizist, falscher Handwerker, falsche Gewinnversprechen am Telefon oder aber auch falscher Fürsorge. 

 

Vorsicht beim Erteilen von Vorsorgevollmachten

Angebliche Seniorenhelfer oder Mitarbeiter von Senioren-Betreuungsdiensten aber ebenso gut vermeintlich wohlmeinende Nachbarn täuschen  Fürsorge und Vertrauen vor, ausschließlich mit dem Ziel, sich bei älteren und hilfebedürftigen Menschen als Bevollmächtigte in Vorsorgevollmachten einsetzen zu lassen. Denn Vorsorgevollmachten dienen als legaler Schlüssel, um an das Vermögen betagter Menschen zu kommen, die durchaus noch geschäftsfähig, aber besonders anfällig für Manipulationen und oft auch zu gutgläubig sind.

Ist die Vollmacht erst erteilt, werden die Vollmachtgeber zunächst gezielt von Angehörigen und Freunden isoliert, häufig zum Bankenwechsel überredet, die Konten geplündert und wenn kein Vermögen mehr vorhanden ist, machen sich die Bevollmächtigten rar oder gänzlich aus dem Staub. Die Vollmachtgeber bleiben bestohlen,  von ihrer Familie und Freunden entfremdet, hilflos, beschämt und einsam zurück. Hier bedarf es gerade bei älteren Menschen daher auch im Rahmen von Beratungen zu Patientenverfügungen, stets auch einer besonderen Aufklärung an dieser Stelle und Nachfrage zu vom Vollmachtgeber bestimmten "Vertrauenspersonen", die als Vertreter fungieren sollen.

Im Rahmen der Beratungen bei BIPAP.BERLIN werden speziell Senioren auf mögliche Missbrauchsrisiken von Vorsorgevollmachten hingewiesen. Und sie erhalten hilfreiche Tipps, um die eigene Betreuung - insbesondere auch im Fall einer späteren Geschäftsunfähigkeit (z. B. durch Demenz ) -  ohne die Gefahr eines Missbrauchs sicherzustellen. Darüber hinaus gibt es Informationen, Adressen für seriöse Seniorenbetreuungsangebote und -dienste wie auch Kontaktdaten zur Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes Berlin.

Die Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamtes Berlin hat speziell zur Seniorensicherheit einige  hilfreiche Broschüren herausgebracht. Sie richten sich thematisch sowohl an jüngere Senioren, aber auch an ältere und mobilitätseingeschränkte Senioren sowie deren Angehörige. Sie enthalten hilfreiche Tipps zum wirksamen Schutz vor verschiedenen Kriminalitätsformen - u.a.  auch zum Schutz vor Vollmachtsmissbrauch oder Gewalt in der Pflege.  Die Broschüren sind in jeder Polizeidienststelle und auch bei uns kostenlos erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer zum Download