Erstellung von Vorsorgedokumenten

 

Erstellung von Patientenverfügungen / Vorausplanungen nach 132g SGB V

Wer seine individuelle Patientenverfügung nicht selbst erstellen kann oder erstellen möchte, hat auch die Möglichkeit  sich diese bei BIPAP.BERLIN erstellen zu lassen. Für die Erstellung sind abhängig von Alter, Fähigkeiten und Gesundheitszustand im Schnitt 3 Gesprächstermine erforderlich. Für Patienten mit  kognitiven Einschränkungen ebenso für Patienten/Bewohner in Einrichtungen, für die im Rahmen der Gesundheitlichen Versorgungsplanung nach §132g SGB V Vorausplanungen/Patientenverfügungen erstellt werden,  sind es bis zu 5 Termine, da die einzelnen Gesprächseinheiten auf 30 bis max. 45 Minuten beschränkt werden.

Die umfassende Information und vor allem intensive Auseinandersetzung mit der Thematik sind absolute Grundvoraussetzungen, um  als in der Regel med. Laie  Behandlungsfestlegungen im Voraus für sich treffen zu können. Die Entscheidungsfindung ist nicht etwas, was binnen von 30 Minuten erfolgen kann. Durch allzu schnell getroffene oder undurchdachte Behandlungsfestlegungen besteht immer die Gefahr, eine ungewollte Übertherapie oder im schlimmsten Fall auch Untertherapie zu riskieren  Wer also mit der Erwartungshaltung kommt, bei BIPAP.BERLIN möglichst schnell und ohne zeitlichen Aufwand oder eigenes Zutun eine Patientenverfügung zu erhalten,  der muss an dieser Stelle enttäuscht werden.

Zielgruppengerechte Gesprächsbegleitung zur Entscheidungsfindung

BIPAP.BERLIN begleitet die Entscheidungsfindung ausgehend vom Alter und dem aktuellen Gesundheitsstatus  mit zielgruppengerechten Informationen und gezielten Fragestellungen in den Beratungsgesprächen ohne dabei selbst Einfluss auf die Entscheidungen des Patienten zu nehmen. Insoweit wird hier auch weniger von einer Beratung, sondern vielmehr von einer Begleitung zur Entscheidungsfindung gesprochen.  Behandlungsfestlegungen werden stets ausgehend vom aktuellen Gesundheitstatus unter Berücksichtigung der individuellen Situation und des sozialen Umfelds des Patienten beleuchtet und abhängig von den gewünschten Festlegungen ggf. auch der Hausarzt und Vertreter hinzugezogen. Für bestimmte Festlegungen, die man in seiner Patientenverfügung treffen möchte,  sind Bestätigung und Unterschrift eines Arztes oder des Hausarztes sogar unerlässlich -  zumindest wenn man sicherstellen möchte, dass diese in bestimmten Situationen dann auch umgesetzt werden können.

Zielgruppenorientierte Dokumentation und Bereitstellung

Beim Thema Patientenverfügung und Notfallvorsorge wird meist nicht berücksichtigt, dass man es im Versorgungsgeschehen mit unterschiedlichen Behandlungszielgruppen zu tun hat, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten -  Umfang und Priorität betreffend  - unterschiedliche Informationen zum Patienten benötigen. Ein Notarzt bspw. hat keine Zeit,  erst nach einer Patientenverfügung zu suchen, geschweige denn diese zu studieren. Hinzukommt: Allein aus rechtlichen Gründen bleiben Festlegungen in Patientenverfügungen von Notärzten in der Regel ohnehin  unberücksichtigt. Hierfür bedarf es ganz spezieller Instrumentarien, Dokumente und Maßnahmen, damit Festlegungen in der notfallmedizinischen Praxis umgesetzt werden  können und dürfen. Auch Intensiv- und Palliativmediziner benötigen jeweils bezogen auf Zeitpunkt und Inhalt unterschiedliche Informationen zum Patienten.  BIPAP-Patientenverfügungen werden daher an den Behandlungszielgruppen orientiert aufbereitet sowie weitere Instrumente zur Verfügung gestellt und erstellt, um auch eine zielgruppenorientierte Informationsbereitstellung (Hinterlegung) für alle Beteiligten im Behandlungs- und Versorgungsgeschehen zu gewährleisten. Und dazu zählen  - neben Notärzten, Intensivmedizinern, Transplantationsmedizinern, Palliativmedizinern, Pflegepersonal, Angehörigen, Bevollmächtigten  und Betreuern  - letztlich auch Pathologen und Bestatter.

Festlegungen über den Tod hinaus  - hilfreich  für Angehörige und Vertreter

BIPAP-Patientenverfügungen sehen standardmäßig Festlegungen zur Organspende, klinischen Obduktion und Bestattung vor, was oft in Patientenverfügungen vernachlässigt wird. Für Angehörige und Vertreter ist es eine große Hilfe, im Sinne des Patienten auch über dessen Tod hinaus handeln und dessen Wünsche umsetzen zu können. Dies betrifft nicht nur Fragen zur Organspende,  sofern der Patient keinen Organspendeausweis hat. Auch mit Fragen zur klinischen - also einer ggf. ärztlich angeratenen Obduktion bei nicht ganz eindeutiger Todesursache oder zu Forschungszwecken können Angehörige unter Umständen konfrontiert werden ebenso und zuletzt mit Fragen zur  Bestattung, die schon zu  Konflikten zwischen  Angehörigen führten, wenn hier Uneinigkeit herrschte und patientenseitig zu Lebzeiten keine Wünsche geäußert bzw. Festlegungen getroffen wurden. Auch für Glaubensanhänger, die bestimmte Rituale nach Eintritt des Todes vorsehen, sollten  entsprechende Festlegungen in der Patientenverfügung mit berücksichtigt werden. Dies ist wichtig, um Personal  im Krankenhaus, in Heimen, in Hospizen oder ambulanten Bereichen ebenso wie Pathologen und Bestatter dahingehend zu sensibilisieren und gleichzeitig anzuweisen, entsprechend der Festlegungen die Umsetzung der Wünsche für Angehörige in den jeweiligen Bereichen zu ermöglichen.

Beratung und Erstellung zum Festpreis ohne anfallende Mitglieds- oder Jahresgebühren

Wer vornherein die Erstellung einer Patientenverfügung wünscht, erhält diese zusammen mit der Beratung zum einmaligen Festpreis ohne weiter anfallende Jahres- oder Mitgliedsgebühren. Eine Patientenverfügung ist abhängig vom Alter des Verfassers ohnehin nichts für die Ewigkeit und sollte regelmäßig auf die darin getroffenen Festlegungen geprüft, mit der aktuellen  Lebenssituation abgeglichen und ggf. akutalisiert werden. Sofern aus rechtlicher Sicht eine Aktualisierung erforderlich werden sollte, werden Klienten und Patienten, die sich bei BIPAP.BERLIN eine Patientenverfügung erstellen lassen, auf Wunsch im Nachgang kostenlos darüber informiert.

Erstellung von Notfall- und Überleitungsdokumentationen

Neben der Patientenverfügung können auch für ganz bestimmte Behandlungszielgruppen Notfall- und Überleitungsdokumentationen erstellt werden. Dazu gehört z. B. eine Überleitungsdokumentation als Anlage zur Patientenverfügung mit behandungs- und pflegerelevanten Informationen zum Patienten, die für die Einweisung ins Krankenhaus, hier für  verschiedene Behandlungszielgruppen und die Pflege von Bedeutung sind. Im Rahmen der Erstellung von Patientenverfügungen sind diese standardmäßig enthalten. Ebenso wie der sechseitige BIPAP-Notfallausweis mit Lichtbild für die Brieftasche. Abhängig von den individuellen  Behandlungsfestlegungen des Patienten, enthält der Ausweis auch eine ärztlich bestätigte Notfallanordnung (ÄNo) als verbindliche Anweisung für Rettungsdienst und Notärzte. Notfall- und Überleitungsdokumentation können auch unabhängig von einer Patientenverfügung erstellt werden, sofern diese bereits erstellt wurde.

 

Erstellung von Vertreterdokumentationen

In Einrichtungen der vollstationären Pflege und Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung können Vertreterdokumentationen im Rahmen der Gesundheitlichen Versorgungsplanung nach §132g SGB V  anstatt einer BVP Dokumentation/BVP Patientenverfügung als kassenfinanzierte Leistung für den Patienten/Bewohner in Anspruch genommen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass  die Einrichtung eine entsprechende Vergütungsvereinbarung mit den Kassen abgeschlossen hat. Für alle anderen Versorgungsbereiche müssen die Kosten für Vertreterdokumentationen selbst übernommen werden. Mehr zur Vertreterdokumentation HIER

Erstellung von Betreuungsverfügungen

Standardmäßig wird die aktuelle Vorlage des Justizministeriums ausgehändigt, die für diese Zwecke ausreichend ist und der Klient selbst ausfüllen kann. Auf Wunsch kann die Betreuungsverfügung aber auch erstellt werden. Eine BIPAP-Patientenverfügung enthält grundsätzlich auch Hinweise zur Patientenvertretung wie auch zur Registrierung beim ZVR.

Erstellung von Gesundheitsvollmachten

Gesundheitsvollmachten, die ausschließlich für medizinische Vertretungsbelange gelten,  können auf Wunsch zusammen mit der Patientenverfügung für den Patienten/Klienten erstellt werden.

Hierfür ist die Anwesenheit des zukünftigen Bevollmächtigten unerlässlich.

 

Erstellung von Vorsorgevollmachten, Generalvollmachten

Vorsorgevollmachten, wie auch alle sonstigen Vollmachten werden bei BIPAP.BERLIN grundsätzlich nur von Anwälten erstellt, sofern erforderlich oder patientenseitig gewünscht. Im Rahmen der Beratung  erhalten Patienten/Klienten aber alle erforderlichen Informationen und wichtige Hinweise zur Vollmachtgebung (für Vollmachtgeber und Bevollmächtigte)  und bei Bedarf eine von Juristen erstellte Vorlage (BJM), die auch eine sinnvolle Regelung des Innenverhältnisses zwischen Vollmachtgeber und bevollmächtigtem Vertreter vorsieht. Die Vorlage muss jedoch vom Klienten selbst ausgefüllt werden.

 


 

 

 

 

 

 

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