Notfalldatenmanagement (NFDM)

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Wer als gleichberechtigter Partner und gut informierter Patient im eigenen Versorgungsgeschehen auch dann mitreden möchte, wenn es ihm krankheitsbedingt selbst nicht möglich ist,  der sollte auch eigenverantwortlich Vorsorge treffen, dass behandlungs- und vorsorgerelevante Informationen zur eigenen Person für den Notfall zur Verfügung stehen.  Das Thema der Hinterlegung spielt  bei der Notfallvorsorge eine zentrale Rolle und wird bei Beratungen zu Patientenverfügungen häufig nicht berücksichtigt oder aber an der Praxis vorbei gedacht. So ist die Patientenverfügung z. B. nicht für alle Situationen das geeignete Instrument, denn schließlich trägt diese niemand täglich mit sich herum. Aber Notfälle können sich jederzeit und an jedem Ort ereignen. Und je mehr über den Patienten dann bekannt ist -  und dies gilt sowohl für dessen bestehende Vorerkrankungen, Medikation usw. als auch für etwaige Unterlassungsfestlegungen bezogen auf intensivmedizinische Interventionen -  umso patientenzentrierter kann eine Behandlung  erfolgen.

 

Zielgruppeninformation: Empfängerorientierte Bereitstellung von Patienteninformationen

Empfänger von Notfalldaten und behandlungsrelevanten Informationen zum Patienten sind in erster Linie die Behandler (Ärzte). Aber zum einen gibt es unterschiedliche Behandlergruppen (Notärzte, Intensiv- und Palliativmediziner usw.) und zum anderen sind sie nicht die einzigen, die Informationen zum Patienten benötigen. Auch Pflegepersonal, Therapeuten, Sozialdienste, Verwaltungsmitarbeiter sowie Seelsorger in Kliniken, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen bis zu ambulanten Pflege- und Versorgungsdiensten und Hospizen sollten beim Notfalldatenmanagement berücksichtigt werden, um eine patientenzentrierte Versorgung nach den individuellen Bedürfnissen und Wünschen des Patienten zu gewährleisten. Und nicht zu vergessen: Bevollmächtigte, Betreuer und Angehörige, die den Patientenwillen nicht nur in medizinischen Bereichen in Vertretung umsetzen müssen.

 

Analoges Notfalldatenmanagement (NFDM)

BIPAP.BERLIN berücksichtigt und bietet von Beginn an im Rahmen von Beratungen und Erstellungen klassischer Vorsorgedokumente  auch analoges Notfalldatenmanagement. Dieses ergänzende Angebot basiert auf vielen Jahren Erfahrungen aus der klinischen und ambulanten Praxis und dem Wissen um behandlungs- und pflegerelevante Informationen zum Patienten, die zum einen in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen bei der Aufnahme von Patienten benötigt werden und zum anderen im Sinne einer patientenzentrierten Versorgung und sektorübergreifenden Vernetzung sind.

 

Das analoge Notfalldatenmanagement erfolgt in Form von speziellen empfängerorientierten Dokumenten und Notfalltools, die an Patienten ausgehändigt oder bei Bedarf oder auf Wunsch auch für Patienten mit den entsprechenden Daten bestückt werden. Dokumente und Tools für das analoge Notfalldatenmanagement sind grundsätzlich auch unabhängig von einer Beratung zu Patientenverfügungen erhältlich.

Digitales Notfalldatenmanagement (NFDM)

Die elektronische Patientenakte (ePa) kommt

Um Informationslücken im gesundheitlichen Versorgungsgeschehen zu schließen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden sowie Informations- und Kommunikationsprozesse zwischen den Akteuren im Versorgungsgeschehen   effektiver zu gestalten, wird seit Jahren an der Bereitstellung von Notfalldaten für die elektronische Patientenakte / Gesundheitskarte gearbeitet. Da hierfür höchste Sicherheitsanforderungen hinsichtlich des Datenschutzes gelten, wurden in den vergangenen Jahren entsprechend technisch aufwändige Verfahren für die  Anwendung und Anbindung an die Telematikinfrastruktur  (TI) entwickelt und die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen.

Ab 2021 können Versicherte die elektronische Patientenakte (ePA) bei ihrer Krankenkasse anfordern. Mittels App können Patienten dann selbst festlegen, welche Notfalldaten und sonstigen Informationen man auf der  Akte für Behandler (Ärzte, Therapeuten) und Pflegepersonal zur Verfügung stellt. Patienten können die elektronische Akte mittels Smartphone oder Tablet jederzeit einsehen und selbst  eingespeiste  Daten jederzeit ändern. Somit ist stets  die volle Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten gewährleistet und dies unter höchsten Sicherheitsaspekten des Datenschutzes.

Die elektronische Patientenakte  wird somit zukünftig auch wichtiges und bald unverzichtbares Instrument für die Patienten- und Notfallvorsorge werden. Bis sich diese allerdings  flächendeckend durchgesetzt hat und in dieser alle Versorgungsbereiche (inklusive Pflege) Berücksichtigung finden, wird es noch eine Zeit dauern. Daher kann vorerst noch auf analoges Notfalldatenmanagement nicht verzichtet werden.

 

BIPAP.BERLIN unterstützt Patienten wie auch Arztpraxen und hilft bei der  Einspeisung medizinisch relevanter Daten in die ePa . BIPAP-Mitarbeiter kommen aus der medizinischen Praxis und wissen, welche Informationen für Behandlung und Pflege insbesondere bei Aufnahme in ambulante, teilstationäre und stationäre  Versorgungsbereiche von Interesse sind.

ePa-Service:

BIPAP.BERLIN informiert, berät und unterstützt Patienten bei der digitalen Bereitstellung  gesundheitsrelevanter (Notfall-)Daten

Notfallinformationsmanagement für alle Lebensbereiche

Die Notfallvorsorge umfasst jedoch nicht ausschließlich medizinische, sondern alle Lebensbereiche des Patienten, die bei der Planung und Bereitstellung von Informationen nicht außer acht gelassen werden sollten. Wenn aufgrund einer schwerwiegenden Krankheit oder eines Unfalls verbunden mit länger andauernder oder gar dauerhafter Handlungsunfähigkeit eines Patienten der Betreuungsfall eintritt und für diesen Fall ein Patientenvertreter bevollmächtigt wurde, so ist diese Information nicht nur für die Behandlungsteams in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen von Interesse, sondern auch für Betreuungsgerichte und  alle Vertragspartner ( z. B. Versicherungen, Banken, Arbeitgeber usw.)  des zu vertretenden Patienten. Vor allem für den Vertreter selbst, der dann mit sämtlichen Vertragspartnern ( z. B. Krankenkasse)  des nicht handlungsfähigen Patienten dessen Angelegenheiten regeln können muss.  Daher sollte der Vertreter sinnvollerweise auch vorab darüber in Kenntnis gesetzt werden, was es für den Fall der Fälle für den Vollmachtgeber zu vertreten gilt und wo sich entsprechende Informationen und (Vertrags-) Unterlagen befinden.

 

BIPAP.BERLIN informiert und unterstützt auch bei allen anderen Lebensbereichen, die im Zusammenhang mit der Notfallvorsorge bedacht werden sollten, wie z. B.:

  • Informationen und Tipps für Aufbau, Struktur und Organisation des persönlichen Notfallmanagements und der  Notfallinformationskette unter Bersücksichtigung der individuellen Lebenssituation im Falle  länger andauerdner oder dauerhafter Einwilligungs- und Handlungsunfähigkeit

  • Registrierung aller Vorsorgedokumente und bevollmächtigten Vertreter beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR) inkl. ZVR Card und Einspeisung der ZVR-Nummer in analoge und digitale Notfalldokumente (Patientenverfügung, Notfallausweis, ePa)

  • Informationen zu Möglichkeiten der Bereitstellung und schnellen Auffindbarkeit von Informationen, Praxistipps und verschiedene praktische Notfalltools  inkl. Sicherheitshinweise und Tipps zu Diebstahlschutz sensibler und potentiell missbrauchsgefährdeter Daten (z. B. Logindaten, Pins für Konto -und Benutzerkontenverwaltung usw.)