Medizinische Beratung für die Erstellung

einer individuellen Patientenverfügung

 

Die medizinische Beratung ist für diejenigen gedacht, die sich bereits mit der Vorsorgethematik und Notfallplanung vertraut gemacht haben und nun beabsichtigen, eine individuelle Patientenverfügung selbst zu erstellen oder sich erstellen zu lassen.

​​​​​​Die Beratung dauert im Schnitt zwischen 60 und 90 Minuten und widmet sich folgenden Themen und Fragestellungen:   

   

  • Was ist eine Patientenverfügung und worin besteht der Unterschied zur Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht?

  • Was versteht man unter Einwilligungsunfähigkeit und was ist der Unterschied zur Geschäftsunfähigkeit

  • Lebensrettung und lebensverlängernde Maßnahmen - was versteht man darunter und wann werden diese durchgeführt? 

  • Was ist erforderlich, damit Festlegungen zur Unterlassung lebensverlängernder Maßnahmen  zukünftig auch vom Notarzt/Rettungsdienst berücksichtigt werden können?

  • Welche schwerwiegenden Krankheitssituationen könnten eintreten und welche Unterlassungsfestlegungen kann und darf man treffen, um ungewollte Übertherapien zu verhindern?

  • Therapieziele - was versteht man darunter und warum sollte man diese formulieren?

  • Was sollte man wissen und nicht verfügen, um eine ungewollte Untertherapie zu verhindern?

  • Welche Informationen brauchen Notarzt/Rettungsdienst und wie macht man diese Informationen in Notsituationen schnell zugänglich?

  • Intensivtherapie versus Palliativtherapie - Unterschied, Ziele und Grenzen

  • Welche Informationen sind für Ärzte und Pflegepersonal auf Intensiv- und Palliativstationen, für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und für Hospizmitarbeiter von Bedeutung?

  • Sterbebegleitung und Sterbehilfe - Unterschied, Ziele und (rechtliche) Grenzen

  • Was muss man als Organspender bei der Erstellung in seiner Patientenverfügung unbedingt beachten, wer kommt als potentieller Organspender in Betracht?

  • "Ich bin mir noch nicht sicher" - Muss man eine Entscheidung für oder gegen die Organspende treffen und was kann man verfügen, wenn man sich nicht sicher ist?

  • "Was verfüge ich nach meinem Tod"? Obduktions- und Bestattungsverfügung mit allgemeinen unabhängigen Informationen und Hinweisen zu Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge

   

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Optionale Zusatzleistungen zur Beratung

​​1. Für Selbstersteller

  • umfassende Vorlage (Ausdruck oder digital) mit behandungsrelevanten optionalen Textbausteinen, inkl. Erläuterung der Textbausteine, Glossar und Hinweisen zum Selbsterstellen 

  • Frage-Antwortbogen zu Werten und Einstellungen (Leben, Krankheit, Sterben, Tod, Glaube)

  • Vorlage Gesundheitsvollmacht, Betreuungsverfügung zum Selbsterstellen

  • Broschüre mit rechtssicheren Vorlagen und Erklärungen zum Selbsterstellen

  • kostenlose Prüfung der selbsterstellten Patientenverfügung auf unpräzise oder widersprüchliche Formulierungen

2. Für Nicht-Selbstersteller

  • Erstellung einer individuellen Patientenverfügung im Anschluss an die Beratung mit integrierter Organspendeerklärung, Obduktions- und Bestattungsverfügung

  • Erstellung Krankenhausüberleitungsdokumentation

  • Registrierung von Vorsorgedokumente beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer für schnellen Zugriff der Betreuungsgerichte

  • Rechtsberatung vom Fachanwalt zu betreuungsrechtlichen Angelegenheiten, (gerichtliche) Nachlassregelung, Sorgerechtsregelung im schwerwiegenden Krankheitsfall oder Todesfall

  • Erstellung spezieller Vorsorgevollmachten (Anwalt)

  • Testamenterstellung (Anwalt/Notar)

  • Notarielle Beglaubigung

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BIPAP.BERLIN unterstützt die med. Kompetenz von Ratsuchenden und fördert gleichzeitig deren Eigenverantwortung als selbstimmter Patient und gleichberechtigter Partner im gesund-heitlichen Versorgungsprozess. Aus diesem Grund gibt es bei BIPAP.BERLIN auch keine vorgefertigten Patientenverfügungen vom "Band" nach Standardvorlage, sondern eine patientenzentrierte Beratung stets unter Berücksichtigung der individuellen Situation und des sozialen Umfelds des Patienten und Rücksprache mit Hausärzten und bevollmächtigten Angehörigen. (Patientenvertreter)

Die umfassende Information und vor allem aber die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik sind absolute Grundvoraussetzungen, um als Patient und in der Regel  medizinischer Laie überhaupt Behandlungsfestlegungen im Voraus für sich treffen zu können. Die Selbsterstellung der Patientenverfügung unterstützt und intensiviert diesen Auseinandersetzungprozess. Wer die Erstellung nicht selbst vornehmen kann oder möchte, hat dennoch die Möglichkeit, sich seine Patientenverfügung bei BIPAP.BERLIN auch erstellen zu lassen. Da aber auch hier die intensive Auseinandersetzung nicht zu kurz kommen darf, sind in dem Fall insgesamt 3 Gespräche erforderlich. Beratung und Erstellung erhält man in dem Fall zum Fixpreis. Näheres dazu unter Kosten.

 

 

 

 

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